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„Anti-Stress-Training“

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Studien Deutsche Sporthochschule Köln 2010-2013

Thema: "Experimentelle Grundlagenforschung zur Validierung der wingwave-Methode" /Projektzeitraum: April 2010 - August 2013

Die wissenschaftliche Erforschung der wingwave-Methode stellt derzeit ein sehr junges Forschungsfeld dar. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass erste Untersuchungen die postulierte Wirksamkeit der wingwave-Methode stützen.  Die Erklärungsmodelle aus neurobiologischer Sichtweise hinter der wingwave-Methode sind allerdings bisher noch relativ wenig erforscht und verstanden. Die Frage nach den Prozessen, die insbesondere im Gehirn der KlientInnen bei der wingwave-Methode ablaufen, ist bisher weitestgehend unerforscht. 

wingwave-Coaching arbeitet mit so genannten „wachen REM-Phasen“ – mit schnellen Augenbewegungen, welche wir Menschen sonst nur im Nachtschlaf durchlaufen. In dieser Zeit scheint unser Gehirn Lernprozesse zu durchlaufen und die am Tage erlebten Emotionen abzubauen.

Ein weiteres Element ist ein Feedback-Muskeltest – genannt Myostatiktest - der wie in der Abbildung gezeigt mit den Händen durchgeführt wird. Ein schwaches Muskel-Feedback wird als Stress-Anzeiger, ein starker Test als Kompensations-Anzeiger verstanden im Sinne von: Der Proband kann eine Wahrnehmung, einen Gedanken, ein Thema „verkraften“, er kann selbstwirksam die damit verbundenen  Emotionen managen. Der Test dient im Coachingprozess als „Themenfinder“ und als Feedback auf das Ergebnis der Coaching-Intervention. Hält der zuvor schwache Test nach der Intervention stark, gilt die Intervention als gelungen.

Im Rahmen seiner Doktorarbeit an der Sporthochschule Köln untersuchte der Diplom-Psychologe Marco Rathschlag den Einfluss von verschiedenen Emotionen auf die beim Myostatiktest aufgewendete Muskelkraft. Anstelle eines Menschen wurde bei der Forschung mit einer objektiven Maschine an den Fingern gezogen, was dann wie folgt aussieht: 

Zunächst untersuchten er und sein Team, bei welcher Emotion die Probanden die meiste Kraft aufbringen konnten. Die Teilnehmer der Studie sollten dafür an Situationen in ihrem Leben denken, die sie mit unterschiedlichen Gefühlen in  Verbindung brachten. Das Ergebnis war eindeutig: bei der Emotion Freude konnten die Probanden die größte Kraft in ihren Hand- und Fingermuskeln aufbringen. Signifikant waren die Kraftergebnisse zuerst bei der Emotion Freude und an zweiter Stelle bei der Emotion Ärger. Das schwächste Kraftergebnis zeigte sich bei den Emotionen Trauer und Angst.

Inspiriert durch dieses Ergebnis stellte Marco Rathschlag die Frage, ob sich die untersuchten Emotionen auch unterschiedlich auf die Sprungkraft eines Menschen auswirken können. Es kam zum gleichen Ergebnis: bei der Emotionen Freude sprangen die untersuchten Personen am höchsten. Diesmal war der Abstand zwischen Freude und Ärger etwas geringer und fiel somit nicht mehr signifikant aus - dennoch zeigt sich, dass Freude den größten Einfluss auf die Sprungkraft bewirkt. Gegenüber den Emotionen Angst und Trauer ist die Kraft bringende Überlegenheit der positiven Emotion wieder ganz deutlich gegeben.

Im Folgeprojekt wurde untersucht, welche entstressende Wirkung eine Stunde Intervention mit der Methode wingwave-Coaching auf ein Angstthema ausüben kann. Für die Studie meldeten sich 50 Studenten mit „gemischten“ Angstthemen. Darunter waren Prüfungs- und Auftrittsängste, Angst vor bestimmten Konflikten oder alltägliche Ängste wie Fahrstuhl fahren. Es handelte sich bei allen um „isolierte“ Ängste, welche die Personen nur in ganz bestimmten Situationen beeinträchtigten. Ansonsten fühlten sie die Probanden gesund, arbeitsfähig und allen wichtigen Lebenssituationen gewachsen. 25 Teilnehmer wurden mit der wingwave-Methode gecoacht und 25 kamen in eine Kontrollgruppe ohne Intervention. Bei allen Teilnehmern wurden eingangs mit dem Myostatiktest-Gerät bezüglich der Fingerkraft beim Denken an das Angstthema ähnlich schwache Werte, wie bei der Vorstudie gemessen. Weiterhin unterzogen sich alle Studien-Teilnehmer zwei schriftlichen psychologischen Tests, in denen Werte zum konkreten Angstthema, aber auch zum allgemeinen Ängstlichkeits-Niveau erfasst wurden.

Die folgende Grafik zeigt bei der „wingwave-Gruppe“ zwei Wochen nach der einstündigen Intervention, eine deutliche Zunahme der Fingerkraft-Reaktion beim Myostatiktest, wenn an das – nun gecoachte – Angstthema gedacht wurde. Die Kontrollgruppe testete ungecoacht nach wie vor schwach. Auch bei den psychologischen Tests deutliche Verbesserung bei der „wingwave-Gruppe“ ein – die Angstwerte sanken sowohl beim konkreten Angstthema als auch bei der allgemeinen Ängstlichkeit. Es gab ein unerwartetes Ergebnis: die mit wingwave gecoachten Probanden erzielten auch bei Freude – also bei „Happyness“ messbar höhere Kraftwerte, als vor der Intervention. Demnach scheint sich die entstressende Wirkung der wingwave-Methode insgesamt positiv auf die Steuerung der Muskelkraft eines Menschen auszuwirken – sie erhöht sogar, die ohnehin schon starke Kraftreaktion bei einem Freude-Thema („Happyness“).

Das Gesamtergebnis spiegelt sich nochmals in der „Skala des subjektiven Erlebens“, die beim wingwave-Coaching als Befindlichkeits-Anzeige genutzt wird. Wieder sieht man eine deutlich positive Entwicklung der wingwave-Gruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe.

wingwave-Coaching bewirkt demnach einen signifikanten Rückgang der als körperlich negativ empfundenen Emotion Angst, senkt die generelle Ängstlichkeit und verstärkt die Wirkung von positiven Emotionen.

Unabhängig von der Methoden- Betrachtung kann gesagt werden, dass Stresslinderung und positive Emotionen bei einem Menschen eine messbar gesteigerte Kraft in den Händen und wahrscheinlich in der Muskulatur des gesamten Körper bewirken.

Forschungsergebnisse veröffentlicht in „Brain and Behavior“

Im Februar 2014 wurden die Ergebnisse von Marco Rathschlags und Daniel Memmerts Forschungen in dem Artikel “Reducing anxiety and enhancing physical performance by using an advanced version of EMDR: a pilot study” in dem renommierten Wissenschaftsmagazin „Brain and Behavior“ veröffentlicht und wurden damit auch einem internationalen Fachpublikum vorgestellt.

undefined"Reducing anxiety and enhancing physical performance by using an advanced version of EMDR: a pilot study", von Rathschlag, Marco /Memmert, Daniel: Online-Erstveröffentlichung am 12. Februar 2014 in “Brain and Behavior”, DOI: 10.1002/brb3.221, Wiley Periodicals, Inc.

„Mit Freude läuft’s besser - Durch wingwave positive Emotionen fördern und Leistung steigern“

In Kapitel 2 des im Herbst 2013 erschienenen wingwave-Buches „Mit Freude läuft’s besser - Durch wingwave positive Emotionen fördern und Leistung steigern“, das in Zusammenarbeit mit Cora Besser-Siegmund entstanden ist, stellt Marco Rathschlag Ergebnisse verschiedener Studien zur „Freudeforschung und wingwave-Grundlagen-Forschung“ vor.

undefinedVon Cora Besser-Siegmund und Marco Rathschlag, Junfermann Verlag, Paderborn, Erscheinungsdatum 24.10.2013, 120 Seiten, Kartoniert, Format: 17.0 x 24.0 cm ISBN: 978-3-87387-956-0

Begleitende Bachelorarbeiten zum Projekt

Ein wichtiger Einsatzbereich im Spitzensport ist der Einsatz von wingwave-Coaching nach Sportverletzungen. Immer wieder geschieht es, dass die Sportler trotz einer kompletten Ausheilung ihrer körperlichen Verletzungen nicht zum vollen vorherigen Leistungsvermögen zurückfinden. Hier ist die Verletzung noch im „Schmerzgedächtnis“ als Performance Stress Imprinting gespeichert, was die Heilung der Verletzung und des erlebten Schmerz auf der mentalen Ebene blockiert. Wir freuen uns darüber, dass das Thema „wingwave-Coaching im Einsatz nach Sportverletzungen“ von der Deutschen Sporthochschule Köln weiter beforscht wird. Insgesamt sind an der Deutschen Sporthochschule Köln fünf interessante Bachelorarbeiten u.a. zu Themen „wingwave für die Treffsicherheit beim Sieben-Meter-Werfen im Handballspiel“ und „wingwave zur psychischen Rehabilitation nach Sportverletzungen“ entstanden:

  • Vera Schellewald (Deutsche Sporthochschule Köln, 2010): Der Einsatz der wingwave®-Methode zur psychischen Rehabilitation nach Sportverletzungen. Ergebnisse: Statistisch signifikante Ergebnisse bei Einsatz der wingwave-Methode zur psychischen Rehabilitation nach Sportverletzungen.
  • Carsten Ponsar (Deutsche Sporthochschule Köln, 2010): Der Siebenmeterstrafwurf im Handball – Vergleich verschiedener Interventions- und Trainingsprogramme. Ergebnisse: Global betrachtet hat wingwave-Coaching nicht signifikant, aber deutlich am besten abgeschnitten. Bei der Analyse der Einzelergebnisse wird festgestellt, dass mit der wingwave-Intervention eine deutliche Effizienzsteigerung, bei einem Probanden mit einer Blockade zu verzeichnen ist.
  • Dominik Kutscha (Deutsche Sporthochschule Köln, 2011): Der Einsatz der wingwave-Methode zur psychischen Rehabilitation nach Sportverletzungen. Ergebnisse: Die nachhaltige Wirksamkeit bei der Behandlung der psychischen Folgen von Sportverletzungen durch die wingwave-Methode ist signifikant erwiesen. Die Ergebnisse zeigen eine positive Wirkung auf die psychische Verfassung und das subjektive Wohlbefinden der Probanden.
  • Manuel Feitz (Deutsche Sporthochschule Köln, 2012): „Emotionen und körperliche Leistungsfähigkeit – Eine Untersuchung zum Einfluss selbstgenerierter Emotionen auf die Sprintleistung“
  • Maria Grimberg (Deutsche Sporthochschule Köln, 2013): Der Einsatz der wingwave-Methode zur Steigerung der objektiven Leistung und Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens beim 5.000m-Lauf. Ergebnisse: Die wingwave-Methode ist auch geeignet, um die Leistung von Sportlern bei einem 5000-Meter-Lauf zu steigern, wenn Coaches auf die Emotion Freude coachen. Auch das subjektive Wohlbefinden wird signifikant gesteigert.
  • Alexandra Frederike Nasse (Deutsche Sporthochschule Köln, 2013): Der Einsatz der wingwave-Musik bei körperlicher Aktivität hinsichtlich objektiver sowie subjektiver Belastungsparameter. Ergebnisse: Der Einsatz von wingwave-Musik bei sportlicher Aktivität führt zu einer niedrigeren Herzfrequenz und beeinflusst damit die anerobe Leistung positiv. Nicht nur der Puls veränderte sich positiv, wenn wingwave-Musik beim Aufwärmen eingesetzt wurde. Zusätzlich fielen bei dieser Gruppe auch die Spitzenleistungen (Umdrehungszahlen) besser bzw. höher aus.
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